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die Anforderungen Ihrer zu besetzenden Professur User Experience für digitale Produkte passen sehr gut zu meinem Wissensprofil, weshalb ich meine Arbeit und mich hierfür gerne vorstellen möchte.
Nach vielen erfolgreichen aber vornehmlich praktischen Jahren, wäre es nun großartig, wenn ich einerseits meine Kenntnisse und Fähigkeiten in Konzeption, Design und Realisierung von User-Experience Projekten in der Lehre weitergeben und andererseits in theoretisch experimenteller Weise mit oder auch ohne Prototypen an den Grenzen des Machbaren arbeiten dürfte - gerne auch unter ethischen Aspekten. Zudem würde ich sehr gerne an der Entwicklung der Bildungseinrichtung RSDS mitwirken.
Ich habe an der Hochschule Augsburg den Diplom-Studiengang Multimedia besucht und mir dort einen Wissensmix in den Bereichen Informatik und Design erarbeitet. Zu dieser Zeit war es möglich, sich in der letzten Phase des Studiums für den Abschluss als Mediendesigner oder Medieninformatiker zu entscheiden - ich habe mich für Beides entschieden, weil sich die Domänen Informatik und Design zwar gelegentlich streiten, sich aber spätestens beim Ziel der Benutzerfreundlichkeit wieder vereinen.
Während meiner zweiten Diplomarbeit wurde der Master-Studiengang für interaktive Mediensysteme neu eingerichtet und ich durfte als einer der ersten drei Absolventen diesen Studiengang erfolgreich abschließen.
So habe ich in meiner ersten Diplomarbeit mit Schwerpunkt Medieninformatik eine Software namens "Rezeptplaner" als Prototyp entwickelt und mich im schriftlichen Teil auf die Software-Entwicklung, von der Ideenfindung über die Konzeption bis zur Realisierung konzentriert.
Als Mediendesigner habe ich eine Diplomarbeit namens "Kommunikationsalbum" umgesetzt, um eine exemplarische Visualisierung signifikanter Ausprägungen der Kommunikation zu ermöglichen. Der schriftliche Teil behandelte den Menschen als Nutzer und als übergeordnetes Thema die User Experience.
Diese Wanduhr zeigt exemplarisch meinen Einsatz von 3D-Software für schnelle, virtuelle Prototypen. Bei dieser Uhr wird die Zeit anhand der Positionen der Balken angezeigt – zwölf für die Stunden, einen jeweils für Minuten und Sekunden. Die vertikalen Elemente werden über kleine Motoren über Schienen positioniert. Wie viele Entwürfe, habe ich auch diese Idee zuerst in meinem Buch skizziert und später einen 3D-Prototypen entwickelt.
Die Hochschule Augsburg bekam 2007 ein neues Logo und es wurden mehrere Varianten von Animationen erstellt, die die Aussage unterstreichen oder zusätzliche Bedeutungen transportieren sollten.
Um meine theoretischen und praktischen Kenntnisse in den Bereichen Informatik und Design auf Projektebene zu vertiefen, habe ich im Anschluss den Masterstudiengang für interaktive Mediensysteme besucht. In meiner Masterarbeit habe ich ein interaktives Mediensystem namens "Fingertanz" entwickelt. Im schriftlichen Teil wurden die Möglichkeiten der Darstellung vielschichtiger Informationen behandelt und wie diese in einem Mediensystem umgesetzt werden können. (Erklär-Animation ohne Ton)
Für das Textil- & Industriemuseum in Augsburg haben wir in der Masterklasse für Interaktive Mediensysteme mit einem vierköpfigen Team den Vorschlag für eine interaktive Installation umgesetzt. Erst als 3D-Modell später als Prototyp in Holz, um das interaktive Stoff-Erlebnis greifbar zu machen.
Christiane Maier hat in ihrer Masterarbeit mit dem Titel „Transmediale Narratologie“ eine Geschichte über einen Roman, ein Hörspiel, einer Animation und schließlich einem interaktivem Element erzählt. Für diesen interaktiven Teil wurde die Programmierung in Actionscript von mir übernommen.
lab30 versteht sich als Festival, als Treffpunkt für lokale, regionale und internationale Künstler*innen und Designer aus allen Bereichen der Medienkunst.
Für das sechste Augsburger Kunstlabor lab30 „elektronische Klänge und visuelle Experimente“ im Jahr 2007 wurde der technische Relaunch in Form von HTML, CSS und JavaScript von mir umgesetzt.
Für die Gewinnerin im Jahr 2007 haben wir in einem Zweier-Team eine goldene Taucherbrille als Siegertrophäe entworfen. Wir haben dafür eine zweite Glasschicht in die Brille eingezogen und den Innenraum mit einer zähen Flüssigkeit befüllt, so dass winzige lab30-Logos vor den Augen schweben können.
Als Jury-Mitglied habe ich sehr gerne die Laudatio für die Siegerin gehalten.
Ich bin heute seit mehr als 19 Jahren im Bereich der multimedialen Kommunikation tätig und habe mich hierfür 2003 neben meinem Studium als Freiberufler selbständig gemacht.
Zahlreiche Projekte, von der Akquise über die Analyse und Konzeption bis zur Gestaltung sowie Implementierung habe ich erfolgreich eigenverantwortlich oder in nationalen sowie internationalen Teams (Indien, USA) umgesetzt.
Heute verfüge ich über tiefgründige Erfahrungen im Segment der Gestaltung interaktiver Medien - dabei steht der Mensch für mich im Mittelpunkt.
Als Kaufmann ergründe ich vorhandene Potentiale mit Blick auf mögliche Kosten - es gilt eine nachhaltige Balance zu finden.
Als Informatiker gehe ich strukturiert vor, schaffe Handlungsspielräume und automatisiere Vorgänge, wo dies möglich und rentabel ist - es gilt für die Akteure zu entwickeln.
Als Designer und Kreativer finde ich das passende Bild, den treffenden Text und eine angenehme Form, um festzuhalten, zu unterstützen oder zu überzeugen - es gilt eine Harmonie zwischen Form und Funktion herstellen.
Die Software Corvus wurde für einen Ingenieur bzw. für seine Doktorarbeit von mir entwickelt und diente zur Planung bzw. Visualisierung von Absorber-Hallen für elektro-magnetische Messungen.
Unter Einsatz der Programmiersprache Lingo und XML als Daten-Schnittstelle wurden Vektor-Berechnungen durchgeführt und visuell dargestellt.
Zur Verleihung des Unternehmerpreises B.R.I.E.F wurde eine Skulptur von mir entworfen und hierfür ein 3D-Modell erstellt, welches in Form einer 360°-Animation bei der Decura Venture AG als Vorschlag zum Wettbewerb eingereicht wurde. Als Sieger-Entwurf wurde die Arbeit später für die Verleihung in Glas umgesetzt.
Mehr als neun Monate habe ich den Relaunch der Internetseite von FinanceScout24 in vielfältiger Weise als Informatiker und Designer vor Ort betreut. Das komplexe Projekt wurde seitens der Finanzprodukte von der Firma Contraco, seitens der IT-Dienstleistung von der Firma Sapient mit mehr als zehn indischen Mitarbeitern und auf der Gestaltungsseite von der Firma SinnerSchrader GmbH Deutschland betreut.
Als Informatiker und Designer war ich als kommunikatives Bindeglied und als Entwickler tätig.
Nach meinem Einsatz vor Ort, habe ich eine Agentur in Augsburg eröffnet und sehr viele Aufträge von FinanceScout24 erhalten.
Es wurden die Entwicklung von Landing-Pages, neuer Rechen-Module und Formulare, sehr viele Werbemittel in allen Variationen, ob animiert und statisch, in Flash, HTML und als Grafik, von mir übernommen.
Die Gestaltung und Umsetzung des Newsletters war ebenfalls eine Aufgabe, wie auch der Relaunch des FS24-Blogs.
Seit 2011 bin ich beim Bayer. Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, anfangs in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit tätig und dort für die digitalen Medien zuständig. Hierunter fielen Konzeption, Gestaltung, Prototyping, Implementierung, Beratung im Webdesign aber auch die Evaluation vorhandener Webseiten für weitere Maßnahmen und Gestaltung interaktiver Medien für den Messeeinsatz. Die im Ministerium angesiedelten Projekte „Elitenetzwerk Bayern“, „Weiter Studieren in Bayern“ sowie "Study in Bavaria" wurden von mir als Informatiker und Designer ebenfalls betreut.
2015 nutzte ich die Gelegenheit, um zum Haus der Bayerischen Geschichte zu wechseln und konzipiere und entwickle seither unterschiedlichste Medien. Zudem bin ich im Team "Konzeption und Entwicklung der Bildungseinrichtung Bavariathek" seit 2015 tätig.
Dabei sind alle von Ihnen beschriebenen Bereiche meine Einsatzfelder. Von der Entwicklung passender User Interfaces, natürlich begleitet von den Fragen der User Experience und dem Fokus Mensch, bis hin zu Entwicklungen für erweiterte oder virtuelle Realitäten.
Im Rahmen der Bavariathek haben wir 2017 beispielsweise eine P-Seminarklasse am Gymnasium Lappersdorf begleitet (Lehrer: Franz Kufner). Es ging um die Frage, wie deren soziologisch quantitative Projektergebnisse möglichst anwenderfreundlich ins Digitale übertragen werden können und das Projekt nach Abschluss ohne intensiven Betreuungsaufwand weiterlaufen kann? Die Schüler und ich haben gemeinsam passende Ansätze entwickelt und im nächsten Schritt als Prototyp umgesetzt.
Seit 2018 arbeite ich in Regensburg im Museum bzw. in der Bavariathek.
Die OTH Amberg-Weiden ist Kooperationspartner der Bavariathek. Obwohl die Bildungseinrichtung Bavariathek erst 2020 eröffnet wurde, wurden im Rahmen meiner Arbeit für die Bavariathek und mit mir als technisch, gestalterischem Ansprechpartner folgende Projekte umgesetzt.
Ansprechpartner OTH Amberg-Weiden: Prof. Dr. Dieter Meiller
Die Universität Regensburg ist ebenfalls Kooperationspartner der Bavariathek und so entstanden auch hier einige Arbeiten mit mir als technisch, gestalterischem Ansprechpartner.
Ansprechpartner Universität Regensburg: Prof. Dr. Christian Wolff
Die Masterarbeit im Sommersemester 2017 von Phillip Braun möchte ich hervorheben, weil dabei eine transmediale, interaktive Beacon-Plakat App entwickelt wurde. Hierfür wurden Geschichtsplakate des Hauses mit einem beacon versehen und über Tablets konnten Schüler Fragen zu den Inhalten auf den Plakaten beantworten. Da wir beim Test die Plakate im Innenhof einer Schule aufgehängt hatten (damit sich die beacons nicht gegenseitig stören) war es auch eine sportliche Betätigung.
Die Basis für meine pädagogischen Kenntnisse habe in den Fächern Pädagogik und Psychologie während meiner sechsjährigen Schulausbildung an der Real- und Fachoberschule im sozialen Zweig erlangt und später sukzessive durch eigene Studien erweitert – zuletzt im Fernstudium und natürlich durch meine praktische Tätigkeiten mit Schülern und Studierenden.
Während meinem Master-Studium war ich zum einen für ein Semester Übungsleiter einer XML- Vorlesung und habe zum anderen gerne die Leitung von Workshops wie z.B. am Girlsday übernommen.
Meine berufliche Tätigkeit hat mich im Austausch mit Geschäftspartnern, Kollegen, Dienstleistern, Lehrern und Schülern wie auch Studierenden eine erläuternde Kommunikation gelehrt, um die teilweise komplexen Möglichkeiten für die angestrebten Ziele verständlich darzustellen.
Für zahlreich gehaltene Schulungen, Workshops und Vorträge für Kunden und Kollegen habe ich bis heute viel positives Feedback erhalten.
Dr. Katharina Baumeister | StMWK 2012: "Ich bin sehr froh einen kompetenten Ansprechpartner im Hause zu haben, der uns bei allen Fragen rund um die Homepage des Elitenetzwerks Bayern unterstützt. Herr Bergeler hat auch die Umstellung auf eine längst fällige Aktualisierung unseres Content Management Systems hervorragend durchgeführt, begleitet und betreut und war bzw. ist stets für alle unsere Fragen offen. Aktuell ist Herr Bergeler uns auch bei der grafischen Gestaltung unserer Webseite behilflich, da eine neue Förderlinie des Elitenetzwerks Bayern auf der Homepage vorgestellt werden soll. Hier arbeitet er hervorragend mit Kreativität und Fingerspitzengefühl mit uns zusammen und berät uns in allen Fragen der Umsetzung. Darüber hinaus ist es beim Versenden unseres Newsletters für uns überaus vorteilhaft, dass Herr Bergeler uns mit seiner Expertise als Schnittstellenmanager zum RZ-Süd unterstützt. Ich danke ihm für die stets hervorragende Zusammenarbeit."
Christoph Bungard | StMWK 2012: "Eine bessere Zusammenarbeit könnte ich mir nicht wünschen."
Christine Butler | StMWK 2012: "Herr Bergeler ist stets sehr hilfsbereit, kann auch komplizierte technische Inhalte leicht verständlich erklären und beantwortet alle Anfragen extrem schnell."
In nahezu jedem meiner Arbeitssegmente spielt die sinnvolle Gestaltung von User-Experience eine zentrale Rolle, sowohl die Definition der Anforderungen, als auch die Planung und Vermittlung von Wünschen und Aufgaben an weitere Akteure und letztlich die Erfolgskontrolle. Nur zu gerne verwende ich hierfür die Werkzeuge von Design-Thinking oder in anderen Bereichen Methoden der Soziologie, sofern es das Projekt zulässt.
Seit 2014 bin ich Mitglied der dgtf (Gesellschaft für Designtheorie und -forschung) und seit 2017 im Organisationsteam der EDVTage und beim Thema Digitalisierung gut vernetzt. Zuletzt habe ich auch eine Einladung zum Runden Tisch des Zentrums für Digitalisierung erhalten und gerne teilgenommen.
Ich denke, dass Sie durch die Kombination aus Lehre und Aufbau einer Bildungseinrichtung eine sehr attraktive Stelle in einem sehr lebendigen Umfeld geschaffen haben und so würde ich mich über ein persönliches Gespräch oder die Einladung zu einer Probevorlesung sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Bergeler
Kontakt: ichbin@informatikunddesign.de